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Die kommunale Arbeitsgruppe Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt trifft sich am Donnerstag, dem 19. September 2013 um 13.30 Uhr zu ihrer 65. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt. Interessenten sind herzlich eingeladen.
Ständiges Thema der Arbeitsgruppe sind Fragen der Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen Personenverkehr und bei öffentlich zugänglichen Gebäuden. Dazu berichten Vertreter der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) und der zuständigen Ämter und Fachbereiche der Verwaltung.
Schwerpunkte der Sitzung sind diesmal außerdem Aspekte der Zugänglichkeit und Nutzbarkeit von Angeboten der Kultur und der Bildung in Magdeburg. Der Fachbereich Schule und Sport wird anlässlich des Beginns des Schuljahrs 2013/2014 über den Stand der Inklusion berichten, also über Fortschritte beim gemeinsamen Unterricht und die Situation an Förderschulen.
Auf dem Programm stehen außerdem die Möglichkeiten für Menschen mit Behinderungen ander Volkshochschule Magdeburg.
Schließlich soll über die Perspektiven barrierefreier Angebote der Magdeburger Museen beraten werden. Eingeladen ist dazu deren Direktorin Dr. Gabriele Köster, die ihr Amt in diesem Jahr angetreten hat.
Hintergrund:
An der kommunalen AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich Mitglieder von Behindertenverbänden und - vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive. Die AG war 1999 als beratendes Gremium und Forum für die Belange behinderter Menschen gegründet worden.
In Sachsen-Anhalt leben derzeit 175.220 anerkannte Schwerbehinderte (Stand 31.12.2012). Das sind 7,6 % der Bevölkerung. In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2012 rund 17.000 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,3%), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind bis zu 25.000 Menschen betroffen (11 %).
Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 9.300 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), Schätzungsweise 2.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 309 sind blind, 201 gehörlos und ca. 4.100 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten 2.054 Menschen (Merkzeichen H). Fast 2.300 Magdeburger waren bisher aufgrund von seh- oder Hörbehinderung oder schwerer Behinderung und deshalb stark eingeschränkten Teilhabemöglichkeiten von der Rundfunkgebührenpflicht befreit (Merkzeichen RF). Sie müssen seit 2013 einen "ermäßigten Beitrag" zahlen. Etwa 58 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter, während nur 2,1 % jünger als 18 Jahre sind 52,1 % der Behinderten sind weiblich.
An den beiden Magdeburger Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind über 1.000 Betroffene beschäftigt. Rund 900 Menschen mit Behinderungen leben in stationären Einrichtungen (Heime bzw. Wohnstätten an den Werkstätten). Etwa 6.700 Magdeburger sind pflegebedürftig, rund 2.600 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt, die übrigen in der Familie oder von ambulanten Pflegediensten.
Nähere Informationen:
Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter,
Telefon 0391/540 2342
E-Mail:
Quelle: Stadt Magdeburg