
|
|||||||||||
|
|
|||||||||||
Am Sonnabend, 12. Oktober 2013, lädt der Förderverein für Frühgeborene Magdeburg e.V. um 14.00 Uhr Frühcheneltern, Therapeuten und andere Interessierte zum nächsten Info-Nachmittag im Konferenzraum der Universitätsfrauenklinik Magdeburg in der Gerhart-Hauptmann-Str. 35 ein.
Bei Frühgeborenen kommt es häufig zu Störungen in der Sensomotorischen Integration. Welche Folgeprobleme resultieren daraus und welche Therapiemöglichkeiten gibt es? Um diese Thematik geht es bei dem bevorstehenden Treffen. Zu Gast ist Gabriele Iven vom Therapiezentrum Iven in Baiersbronn, eine Expertin auf dem Gebiet der Therapie von Sensomotorischen Integrationsstörungen. Sie wird auf Probleme der Wahrnehmung eingehen und Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.
„Die richtige Funktion aller Sinne und die Wahrnehmung unseres Körpers und unserer Umwelt sind lebensnotwendig für uns Menschen. Ein großer Teil unserer ehemaligen kleinen Frühchen hat aber auf Grund der zu frühen Geburt und der damit verbundenen Unreife Probleme mit der Wahrnehmung und der Verarbeitung von Reizen“, berichtet Claudia Strauch, Psychosoziale Elternberaterin im Perinatalzentrum der Uni-Kinderklinik Magdeburg und Mitglied des Fördervereins Die Verarbeitung von Sinnesreizen und die Eigenwahrnehmung des Körpers haben viel mit der Gehirnentwicklung zu tun. Die sensomotorische Integration ist das Zusammenspiel der Sensibilität und Motorik. Dabei werden sensible Reize aus der Außenwelt aufgenommen, im Gehirn verarbeitet und der Körper reagiert mit Bewegungen. Ist die Reizverarbeitung beeinträchtigt, führt das zu erheblichen Hemmungen in der Entwicklung. Fast unmerklich für die Eltern schleichen sich die Störungen ein. Deutliche Entwicklungseinschränkungen, die dadurch entstehen können, zeigen sich teilweise erst nach einigen Jahren. Zahlreiche Probleme lassen sich aber schon frühzeitig erkennen und es gibt gute Möglichkeiten der Behandlung.
Der Förderverein für Frühgeborene Magdeburg e.V. wurde im Sommer 2006 mit dem Anliegen gegründet, die Situation von Frühgeborenen und deren Familien zu verbessern und zu erleichtern, insbesondere durch die Beratung und Betreuung von betroffenen Eltern, die Förderung des gegenseitigen Erfahrungsaustausches und die Durchführung von Veranstaltungen. Dazu gehört auch das Bemühen, in der Öffentlichkeit stärker über die spezifischen Probleme von Früh- und kranken Neugeborenen als auch deren Familien zu informieren.