
|
|||||||||||
|
|
|||||||||||
Die kommunale Arbeitsgruppe "Menschen mit Behinderungen der Landeshauptstadt" trifft sich am Donnerstag, dem 13. Februar 2014 um 13.30 Uhr zu ihrer 67. Sitzung. Sie findet im Franckesaal des Alten Rathauses statt.
Ständiges Thema der Arbeitsgruppe sind Fragen der Verbesserung der Barrierefreiheit im öffentlichen Personenverkehr und bei öffentlich zugänglichen Gebäuden. Dazu berichten Vertreter der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) und der zuständigen Ämter und Fachbereiche der Stadtverwaltung.
Auf der Tagesordnung der Februarsitzung steht diesmal auch das Thema "Verbesserung der barrierefreien Zugänglichkeit von Arztpraxen". Die Arbeitsgruppe berät diese Frage nicht zum ersten Mal. Auch wenn sich die Barrierefreiheit auf diesem Gebiet in den letzten Jahren verbessert hat, gibt es immer noch viele Praxen und medizinische Einrichtungen mit Zugangsproblemen. Eingeladen ist die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt.
Die Arbeitsgruppe wird außerdem ihre Schwerpunkte für die Arbeit im Jahr 2014 festlegen.
Hintergrund:
An der kommunalen AG Menschen mit Behinderungen beteiligen sich Mitglieder von Behindertenverbänden und - vereinen, Stadträte, Mitarbeiter von Fachbereichen der Stadtverwaltung und engagierte persönlich betroffene Aktive. Die AG war 1999 als beratendes Gremium und Forum für die Belange behinderter Menschen gegründet worden.
In Sachsen-Anhalt leben derzeit rund 175.000 anerkannte Schwerbehinderte. Das sind 7,6 % der Bevölkerung. In der Landeshauptstadt sind mit Stand vom Dezember 2012 rund 17.000 Menschen amtlich als Schwerbehinderte anerkannt (7,3%), einschließlich der Behinderten mit einem Grad der Behinderung (GdB) unter 50 sind bis zu 25.000 Menschen betroffen (11 %).
Von den Magdeburger Schwerbehinderten sind rund 9.300 in ihrer Mobilität wesentlich beeinträchtigt (Merkzeichen aG und G), Schätzungsweise 2.000 von ihnen sind auf einen Rollstuhl angewiesen. 309 sind blind, 201 gehörlos und ca. 4.100 haben Anspruch auf die Mitnahme einer Begleitperson im ÖPNV (Merkzeichen B). Als hilflos gelten 2.054 Menschen (Merkzeichen H).
Fast 2.300 Magdeburger besitzen das Merkzeichen RF und zahlen aufgrund von seh- oder Hörbehinderung oder schwerer Behinderung einen ermäßigten Rundfunkbeitrag, soweit sie nicht wegen geringen Einkommens ganz befreit werden. Etwa 58 % der Betroffenen sind bereits 65 Jahre und älter, während nur 2,1 % jünger als 18 Jahre sind 52,1 % der Behinderten sind weiblich.
An den beiden Magdeburger Werkstätten für Menschen mit Behinderungen sind über 1.000 Betroffene beschäftigt. Rund 900 Menschen mit Behinderungen leben in stationären Einrichtungen (Heime bzw. Wohnstätten an den Werkstätten). Etwa 6.700 Magdeburger sind pflegebedürftig, mehr als 2.600 von ihnen werden in stationären Einrichtungen gepflegt, die übrigen in der Familie oder von ambulanten Pflegediensten.
Nähere Informationen:
Hans-Peter Pischner, Behindertenbeauftragter,
Telefon 0391/540 2342
E-Mail: